Beispiele

Die Methode an echten Stoffströmen

Jedes Beispiel folgt derselben Regel: die tatsächliche Stufe eines Reststoffs bestimmen, ihn auf der höchstmöglichen Stufe verwerten und nur verkohlen, was übrig bleibt.

Invasive Pflanzen: vom Räumeinsatz zum Filter

Heusenkraut, Feigenkaktus, Hottentottenfeige: Kommunen bezahlen bereits für ihre Entfernung. Diese Biomasse kann zu Filtermaterial für Wasser und Boden werden.

Entfernen

Die Biomasse aus Räum- und Schnittarbeiten sammeln.

Verarbeiten

Trocknung, Pyrolyse, Gewinnung natürlicher Flockungsmittel wie Feigenkaktus-Schleim.

Filtern

Phosphate und Metalle binden, dann den Kohlenstoff in den Boden zurückführen.

Genutzte Stufe: 4 (Pflanzenkohle). Beim Feigenkaktus liefern die Blätter zuerst einen flockenden Schleim, die verbleibende Faser wird zu Pflanzenkohle.

Lebensmittelreste: von der Tonne in den Trog

Unverkaufte Ware und Küchenreste werden erhitzt und anschließend fermentiert, um Schweine und Geflügel zu füttern. Das ist Stufe 1: weder Kompost noch Biogas, solange das Material noch ernähren kann.

In Austin (Texas) sammelt das Unternehmen Grubtubs die Reste von Restaurants, gibt sie an Höfe, die daraus Lebensmittel erzeugen, und liefert diese Lebensmittel an dieselben Restaurants zurück.

Mist: Larven statt Methan

Frischer Mist, gesammelt auf trockener, geruchloser Einstreu, ernährt Larven der Schwarzen Soldatenfliege und danach Regenwürmer. Die Larven füttern Geflügel und Fische, der Wurmkompost düngt die Kulturen. Das ist Stufe 2.

Wärme und Pflanzenkohle zugleich

Ein von oben gezündeter Aufstromvergaser (TLUD), betrieben mit Schalen, Kernen oder Holzpellets, liefert saubere Wärme zum Kochen, Rösten oder Trocknen und hinterlässt Pflanzenkohle. Die Wärme bezahlt die Kohle, oder umgekehrt. Das ist Stufe 4.